Split ist Shit. Oder so.

Das Mädchen deren Name ich vergessen habe und ihre Nicht-Freundinnen (weil sie ein Aussenseiter ist und so) werden am helllichten Tage von Kevin entführt. Kevin hat 23 Persönlichkeiten. Darunter der Entführer Dennis, die gruselige Übermutter Patricia und der ängstliche, neunjährige Kanye West-Fan Hedwig. Die 24. Persönlichkeit steht kurz vor dem Ausbruch und hat nichts gutes im Sinn.

 

Zuerst einmal sei gesagt: Ja, ich hatte das Vergnügen diesen Film noch vor Deutschland-Premiere auf der von Kritiker Robert Hofmann veranstalteten Social Movie Night in Hamburg sehen auf der auch eben dieser, YouTuber LeFloid, der Regisseur und die beiden Hauptdarsteller dabei waren. Es war ein grandioser Abend, das Vlog dazu könnt ihr euch natürlich hier anschauen. Allerdings wird das nicht meine Meinung zu diesem Film beeinflussen. Ooooooh, nein.

Hier ist also meine Meinung zu M. Night Shyamalans neuem Meisterwerk Split.

Ich finde den Film nicht gut. Unfreiwillig lächerlich, McAvoy wurde teilweise misdirected, was manchmal schade ist um seine Ernsthaftigkeit. Die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy sowie die beiden Nebencharaktere sind schwach gespielt, der Versuch, der Protagonistin etwas Tiefe zu verleihen ist auf peinliche Weise verunglückt. Visuell kann der Film tatsächlich überzeugen, aber storytechnisch? Sorry, dafür bräuchte er erstmal eine Story. Man kann sich genauso gut den Trailer anschauen und wenn man den obligatorischen und erzwungenen „Shyamalan-Twist“ unbedingt nötig hat, dann schaut man halt den Trailer und diese eine letzte Szene an.

 

Das sei nur gesagt, weil ich sehe, wie dieser Film zu unrecht mit positiven Kritiken überhäuft wird. (Ernsthaft Chris Stuckman?! Eins minus???? Wirklich, Herr Hofmann? 9/10? Auf einer Stufe mit American Psycho und Fight Club? WIRKLICH?) Und damit will ich appellieren:

Fazit

Nur weil Shyamalan das erste Mal seit über zehn Jahren mal wieder einen allenfalls okayen Film rausgebracht hat, gibt es keinen Grund, diesen in den Himmel zu loben.

Meinen Respekt jedoch an Shyamalan, der dennoch all seine Seele in seine Projekte fließen zu lassen scheint. Und an James McAvoy, dass er die schauspielerische und durchaus physisch anspruchsvolle Performance so gut abliefert, wie es ihm eben möglich war.

Vielleicht kann ich mich ja noch mit dem Film anfreunden, gerade weil er so fehlerhaft ist, wegen McAvoy im O-Ton (bisher habe ich Split nur auf Deutsch gesehen) oder gerade wegen des Twistes, der so unglaublich erzwungen wirkt.